Aussaat 2012

Meine Aussaat dieses Jahr habe ich etwas anders gemacht als im letzten Jahr. Dieses liegt daran, dass mir die Fleischermethode nicht gefallen hat. Das Ergebnis ist zwar soweit ich das beurteilen kann gut, allerdings ist der Aufwand die "Tüten" zu Pflegen doch relativ hoch. Ich hatte andauernd Probleme damit, dass die Tüten nicht dicht waren oder ich einen Pilzbefall hatte und sie somit sowieso öffnen musste. Somit habe ich mich dieses Jahr zur herkömmlichen Methode entschieden und meine Aussaat einfach in einem Zimmergewächshaus gemacht. Im Folgenden beschreibe ich, wie ich die Aussaat gemacht habe und worauf man achten sollte bei dieser Methode.

Ausgesät habe ich dieses Jahr:
albissima HS 100
canigueralii LH 1051
canigueralii SE 117
canigueralii VS 333
heliosoides RH 3880
heliosoides RH 3881
pulchra var. longispina VS 347
rauschii JO 642
rauschii VS 342
roberto-vasquezii LH 1424
roberto-vasquezii VS 994
tarabucoensis var. callecallensis L 389

Vorbereitung

Auf dem Bild rechts kann man sehen, wie ich mir den "Arbeitsplatz" vorbereitet habe, um meine Aussaat zu machen. Sehen kann man hier die Schale des Zimmergewächshauses, die kleinen 6x6 Töpfe, eine kleine Dose zum Beizen, die Samen, das Beizmittel und links in der Kiste ist mein Zeolith-Bims-Substrat. Auf der Liste, die dort liegt, stehen die Feldnummern zu der Bestellung von Herrn Bercht, da er seine Samenpäckchen nur mit den Bestellnummern beschriftet.

Das Substrat habe ich vorab im Ofen bei 100°C für 30 Minuten erhitzt, um Pilze abzutöten, da ich das Substrat im Keller gelagert habe, welcher nicht immer ganz trocken ist.

Links habe ich mir eine Pappe zurecht gefaltet, um die Samen möglichst gleichmäßig auf dem Substrat verteilen zu können.

Im nächsten Schritt fülle ich das Substrat in die Töpfe und stecke das Etikett hinein. Anschließend wird die zu dem Etikett passende Samen in die kleine Dose getan. Nun kommt eine kleine Messerspitze von dem Beizmittel hinzu und die Dose wird geschlossen. Hierbei sollte man aufpassen, dass man nicht zu viel Beizmittel nimmt, da dieses die Keimfähigkeit einschränken kann. Nun schüttelt man das Ganze.

Im Anschluss habe ich die Samen in das gefaltete Papier gelegt und mit leichtem Tippen gegen die Seite gleichmäßig auf dem Substrat verteilt.

Zu guter Letzt habe ich die Samen mit Quartzkies abgestreut. Sicher fragt man sich, warum ich dieses tue. Immerhin sind Kakteen Lichtkeimer. Allerdings erhöht man so den Kontakt zum Substrat. Des Weiteren sind die Keimlinge, sobald sie durch den Kies gewachsen sind, deutlich stabiler und man spült sie beim Sprühen nicht so leicht weg.

Im Anschluss habe ich die Töpfe noch in die Schale gestellt und mit dem nächsten Samen von vorne begonnen. Nachdem ich alle Samen möglichst gleichmäßig verteilt hatte, habe ich sie in die Schale des Zimmergewächshauses gestellt und ausgerichtet.

Zum Abschluss habe ich noch eine kleine Kanne Wasser in die Schale gekippt, um das Substrat anzustauen. Nun kam das Ganze noch auf meine Fensterbank und die Haube wurde aufgesetzt.

Ich werde weiterhin berichten, wie sie keimen, und immer wieder aktuelle Fotos in diesen Artikel einfügen. Es lohnt sich also ab und zu mal einen Blick auf meine Seite zu werfen.