Stecklingsvermehrung

SR tarabucoensis var callecallensis PHA265

Da die Sulcorebutien bekanntlich zur Sprossenbildung neigen, bietet sich also bei dieser Gattung die Vermehrung über Stecklinge an. Dieses ist unkompliziert und sehr schnell umzusetzen.

Einige der Sulcorebutien bilden bereits beim Sprossen selber eine Wurzel. Dieses ist mir besonders deutlich bei meinen canigueraliis aufgefallen. Andere wiederum bilden, so lange sie noch an der Mutterpflanze sind, keine Wurzeln oder tun dieses nur bei Kontakt zum Substrat. Dieses tun zum Beispiel die callecallensen.

Hier kann man nun mit einem scharfen Messer oder einer Rasierklinge den Spross von der Mutterpflanze trennen. Diesen lässt man dann, je nach Größe der Schnittfläche, eine bis mehrere Wochen antrocknen. Bei callecallensen ist die Schnittfläche beispielsweise oft sehr klein.

Nachdem der Spross nun angetrocknet ist, setzt man ihn in normales Substrat. Hier hält man ihn leicht feucht und warm. So sollten sie innerhalb kurzer Zeit Wurzeln bilden.

Wenn sie anfangen zu wachsen, sollte man sie abtrocknen lassen um zu verhindern, dass sie anfangen zu verschimmeln. Nun kann man sie wie andere Sulcorebutien weiterpflegen.

Hier ein paar Beispiele von Stecklingen, die ich so bewurzelt habe. Wie man sehen kann, sind die Stecklinge nicht einmal 1cm groß. Mittlerweile haben sie alle angefangen zu wachsen.

Alternativ kann man seine Stecklinge auch in Sand setzen. Hier drinn schlagen die Stecklinge oft deutlich schneller Wurzeln als im normalen Substrat. Vor kurzem habe ich selbst mit dieser Art 2 Echinopsen bewurzelt, welche sich nicht bewurzeln ließen im normalen Substrat. Auch eine Mammillaria Theresae habe ich so problemlos bewurzeln können.
Besonders gut eignet sich wohl Vogelsand, da er einen Anteil Anis hat, welches leicht desinfizierend wirkt.

Man sollte allerdings aufpassen da Sand leicht zum Verklumpen neigt, welches Fäulnis zur Folge hätte.